Kreta 2010 - Reisebericht

5.Tag
45 Grad im Schatten!

 

Heute erleben wir wohl einen der heißesten Tage seit langem. Selbst der einheimische Autovermieter hat uns vorgestern schon gesagt dass momentan eine selbst für griechische Verhältnisse ungewöhnliche Hitzewelle herrscht.

Aber der Reihe nach:

Heute stehen wir bereits um halb 7 auf, denn kurz nach 8 Uhr kommt unser Bus. Wir haben für heute eine Fahrt mit dem Schiff nach Spinalonga gebucht. Zuerst geht es mit dem Bus nach Agios Nikolaos. Von dort geht es weiter mit dem Schiff zur Insel Spinalonga, der Insel der Vergessenen auf der bis vor gut 50 Jahren die Leprakranken ausgesetzt wurden. Die Bootsfahrt ist schön, wir können die Küste bewundern, die wir teilweise gestern schon vom Auto aus gesehen haben, und den Fahrtwind genießen.

 

Dann legen wir an der Insel Spinalonga an. Der nette und humorvolle Reiseführer erzählt allerlei nachdenklich stimmendes über die traurige Geschichte der Insel.

Es ist unwahrscheinlich heiß, Der Wind fühlt sich teilweise an als ob man zuhause vor dem Heizlüfter steht.

Dann geht es weiter zu einer unbebauten Ecke der Mirabello Bucht, wo wir ankern und Gelegenheit zum Baden haben. Das Wasser ist glasklar und nachdem von einem Nachbarschiff ein paar Brotstücke ins Wasser geworfen wurden gibt es Beim Schnorcheln auch eine Menge sympathischer Fischlein zu beobachten.

Danach gibt es leckere Grillkoteletts am Schiff und später geht es zurück mit dem Schiff nach Agios Nikolaos, wo wir noch Zeit haben ein Eis zu essen und einen kleinen Spaziergang zu unternehmen.

Dabei erstaunt uns die unglaubliche Hitze sehr, aber als wir zurück in den Bus kommen, wissen wir auch wieso: Das Außenthermometer zeigt 45°C an!!!

Zurück im Hotel machen wir die einzigen 2 vernünftigen Dinge: Ich stürze mich in den – warmen – Pool und Daniela begibt sich in die klimatisierte Hotel-Lobby um unseren Lieben daheim von unseren Urlaubserlebnissen zu erzählen.

 
 
 
6.Tag
ein aktiver Entspannungstag
 

Heute ist Entspannungstag angesagt. Wir haben kein Mietauto und auch keinen Ausflug gebucht.

Einmal etwas länger schlafen und in Ruhe Frühstücken tut ganz gut.

Dann entschließe ich mich am späten Vormittag dazu, eine Runde zu laufen. Ich wende mich zuerst in Richtung Zentrum Hersonissos und sehe dann ein Schild das mich in Richtung der Dörfer der Einheimischen leitet. Ich folge ihm und laufe den Hügel bergan. 160 Höhenmeter später erreiche ich ein nettes kleines Dörfchen mit einladenden Tavernen und hübschen kleinen Gässchen und nicht zuletzt einem schönen Ausblick über die Küste.

Ich laufe weiter den Hügel entlang und erreiche alsbald das nächste, ebenfalls recht charmante Dörfchen. Der Lauf lohnt sich auf jeden Fall, denn mit dem Auto wären wir hier gar nicht hergekommen und zu Fuß kann man das alles doch noch besser genießen.

Dann wird die Gegend unbewohnter und mittlerweile ist es brennend heiß geworden. Irgendwann kommt dann eine Abzweigung in Richtung Küste und ich freue mich dann doch ganz gut als ich die Urlauberzone mit ihren Geschäften erreiche, denn mir steht der Sinn schon sehr nach einer weiteren Flasche Mineralwasser.

Der Rest des Weges ist dann sehr heiß und der eine oder andere Olivenbaum tut gut daran, etwas Schatten für eine kleine Pause zu spenden.
Am Nachmittag genießen wir die Entspannung in der Sonne am (inzwischen laufwarmen) Pool.

Der Abend wird dann noch einmal aktiver als ich gedacht hatte. Es ist griechischer Abend angesagt und nachdem alle Abendveranstaltungen unserer Hotelanlage an der Poolbar direkt vor unserer Tür stattfinden, lassen wir uns das auch nicht entgehen.

Und es lohnt sich, die Show ist gut gemacht, die Musiker sind gut, die Tänzerinnen und Tänzer auch und obendrein auch recht attraktiv.

Es gibt dann auch die Möglichkeit, mitzutanzen, was auch eine Menge Spaß macht und eine schweißtreibende Angelegenheit ist. Dabei lerne ich auch, dass man nicht Sirtaki tanzen sollte, wenn man Münzen in der Tasche hat, denn die finden sich später auf der Tanzfläche wieder...

(C) 2011 by N. Hirtenlehner