Kreta 2010 - Reisebericht

3. Tag
Rethymnon

 

Heute Früh bekommen wir unser Mietauto. Erfreulicherweise bringt der nette Herr von Europcar einen recht netten Polo der sauber, ganz ok ausgestattet und gar nicht einmal untermotorisiert ist – Dinge die man von einem Mietauto ja gar nicht immer erwarten darf.

Wir verlassen unseren Urlaubsort Hersonissos in Richtung Westen und fahren auf der "New Road", Kretas Ost-West Verbindung die teilweise einer Autobahn, teilweise einer gut ausgebauten Landstraße entspricht. An die Fahrweise der Kreter gewöhnt man sich recht schnell und dann lässt es sich ganz angenehm reisen.

Wir lassen Iraklion rechts liegen und fahren weiter, bis wir Rethymnon erreichen. Die Griechen verstehen etwas von touristenfreundlicher Beschilderung und so finden wir recht schnell das Stadtzentrum und einen günstigen Parkplatz am Hafen.

Am Hafen ist es sehr idyllisch – wenn man nichts dagegen hat, dass einen alle 10 Meter jemand für ein unglaublich tolles Mittagessen begeistern will.

Mangels Hunger wenden wir uns dann stadteinwärts und bummeln durch die netten Gassen der Altstadt.
Irgendwann erwischt uns dann doch der kleine Hunger und wir stellen fest, dass es förmlich ein Frevel wäre, nach Griechenland zu reisen und kein Tzaziki zu essen und so gönnen wir uns eine Pause bei Knoblauchbrot und Tzaziki. Sehr lecker, das Ganze und danach sind wir gestärkt für den Aufstieg zur Burg von Rethymnon, die uns sehr beeindruckt.
Sie vereint auf Grund ihrer wechselnden Besitzer venezianische und türkische Elemente und ist sehr weitläufig. Glücklicherweise sind wir beide sehr hitzeresistent, denn die Sonne knallt gnadenlos vom Himmel und wie wir später erfahren, hat es heute in Teilen der Insel 40 Grad im Schatten.
Später begeben wir uns wieder zurück zu unserem Auto und schaffen es danach sogar, ohne Umwege die Stadt auf dem gleichen Weg zu verlassen auf dem wir gekommen sind und die Straße Richtung Süden zu verlassen, wo wir das berühmte Preveli Kloster sehen und am zugehörigen schönen Strand schwimmen möchten.

Das Kloster erreichen wir dann relativ spät, sodass es uns reicht, es von außen zu sehen.

Der Strand sieht unglaublich schön aus – von oben. Der Parkplatz an dem wir stehen bleiben liegt nämlich sehr weit oberhalb und ein kräfteraubender Fußmarsch wäre angesagt. Den tun wir uns für eine Runde schwimmen dann doch nicht an und wir tun recht daran, denn die Personen die sich den Berg heraufschleppen sind fix und fertig und eine Frau redet uns eindringlich ins Gewissen, bei der Affenhitze nur ja nicht da runter zu rennen.

Das tun wir dann auch nicht mehr und begeben uns auf den Heimweg. Sogar ans Tanken denken wir, denn zuhause haben Gerüchte von einem Streik im Tourismus am morgigen Tag berichtet.

 

Ob der kommt werden wir sehen.

Nach unserer Heimkehr gönne ich mir noch ein erfrischendes Bad im Meer und den Abend lassen wir gemütlich angehen, denn der Tag war echt anstrengend.

 
 
 
(C) 2011 by N. Hirtenlehner